top of page

Das Kammermusikformat stellt sich vor

Ars Excelsis Camerata ist ein neues Kammermusikprojekt, das von Musikern des Ars Excelsis
Ensembles ins Leben gerufen wurde. Die Konzertreihen widmet sich der Aufführung anspruchsvoller Kammermusikwerke aus verschiedenen Epochen – von der Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Ziel ist es, sowohl bekannte Meisterwerke als auch weniger gespielte Kompositionen zu präsentieren, wobei der künstlerische Austausch und das enge Zusammenspiel der Musiker im Mittelpunkt stehen. Durch regelmässige Konzerte möchte Ars Excelsis Camerata dem Publikum ein besonders nahbares und emotional tiefes Musikerlebnis bieten. Die Reihe schafft zudem eine Plattform für die Uraufführung neuer Werke und die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, was eine lebendige Brücke zwischen Tradition und Moderne bildet.
Als Teil der Ars Excelsis Philosophie, musikalische Exzellenz mit spiritueller und emotionaler Tiefe zu vereinen, strebt die Camerata danach, sich zu einem wichtigen kulturellen Beitrag in der nationalen und internationalen Kammermusikszene zu entwickeln.

Konzertreihe 2026

AM ENDE DER ZEIT

Screenshot 2026-01-04 alle 11.47.52.png

Daten

  • ​25. Januar 2026, 17:00 Uhr
    Zunftsaal Schmiedehof, Basel

  • 31. Januar 2026, 18:00 Uhr
    Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

  • 1. Februar 2026, 17:00 Uhr
    Minnie-Hauck-Saal, Luzern

Konzertprogramm

  • Quatuor pour la fin du temps – Olivier Messaien

  • Streichtrio – G. Klein

  • Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll, op.67 – D. Schostakovitsch

  • Passacaglia und Fuge für Streichtrio – H. Krása

Der Eintritt in Ascona ist frei; die Veranstaltung basiert auf freiwilligen Spenden.

image.png

ANGEBOT

Mit der KulturLegi-Karte bekommen Sie 50%-Vergünstigung auf alle Konzerttickets.

Betroffen von den schrecklichen Zuständen des Zweiten Weltkrieges entstanden Werke in der tiefsten Unzufriedenheit. Die Stücke der folgenden Komponisten erzählen jedoch nicht von dem von ihnen widerfahrenen Leid, sondern vom Überleben des Geistes, von Glauben, Ironie, Aufbegehren und der Schönheit angesichts der Dunkelheit.

Louange à l’éternité de Jésus aus “Quatuor pour la fin du temps” von Olivier Messiaen entstand 1940/41 im deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A bei Görlitz, wohin Messiaen deportiert wurde. Dort komponierte er das Werk für die verfügbaren Musiker im Lager. Die Uraufführung fand vor 85 Jahren – am 15. Januar 1941 – vor mehreren hundert Mitgefangenen und deutschen Wächtern im Lager statt Inspirieren liess sich Messiaen von der Offenbarung des Johannes. Mit demeröffnendenSatz „Louange à l’éternité de Jésus“ (Lobpreis der Ewigkeit Jesu) stellt Messiaen dem Getriebenen der Welt ein Bild radikaler Ruhe entgegen.

Der tschechisch-jüdische Komponist Gideon Klein wurde 1941 nach Theresienstadt deportiert. Trotz der ständigen Angst vor der SS entstand hier eine Vielzahl kultureller Aktivitäten. Sein im Herbst 1944 geschriebenes Streichtrio ist sein letztes erhaltenes Werk. Es vereint tschechische Folklore, moderne Harmonik und formale Strenge. Kurz darauf wurde Klein nach Auschwitz deportiert und kam im Lager Fürstengrube ums Leben. Das Streichtrio wurde erst nach dem Krieg wiederentdeckt und gilt heute als eines der bedeutendsten Werke aus Theresienstadt.

 

Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll, op. 67 entstand 1944 während des Zweiten Weltkriegs im sowjetischen Leningrad: Er komponierte das Werk als Trauerarbeit – gewidmet dem plötzlichen Tod seines engen Freundes Iwan Sollertinski. Das Trio spiegelt die persönliche Trauer, aber auch das allgemeine Grauen des Krieges wider.

 

Der letzte Satz, ein „jüdischer Totentanz“, verarbeitet volkstümliche jüdische Musik auf als musikalischer Protest gegen die Gräueltaten der Shoah und zeigt Schostakowitsch auf dem Höhepunkt seiner Ausdruckskraft. Der tschechische Jude Hans Krása war ein angesehener Komponist der Zwischenkriegszeit. In Theresienstadt entstand 1944 seine Passacaglia und Fuge für Streichtrio, die auf eine Rückbesinnung auf klassische Werte inmitten der absoluten Gegenwart des Grauens deuten will. Im Oktober 1944 wurde Krása zusammen mit vielen anderen Musikern – u.a. Klein – aus Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Das Werk überlebte jedoch und wird heute als bewegendes Dokument einer widerständigen Geisteshaltung angesehen.

 

Der letzte Satz für Violine und Klavier des Quatuor pour la fin du temps bildet auch den Schluss dieses Konzerts. Es handelt sich dabei um eine Hymne an die Unsterblichkeit, die Messiaens tiefen Glauben widerspiegelt, dass Musik, selbst im Angesicht der Unmenschlichkeit, ein Fenster zur Transzendenz öffnet.

SPANNUNG - STILLE - STURM

Daten

COMING SOON

Stay Tuned

  • 21. Juni 2026, 17:00 Uhr
    Zunftsaal Schmidenehof, Basel

  • 26. Juni 2026, 18:00 Uhr
    Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

  • 28. Juni 2026, 17:00 Uhr
    Minnie-Hauck-Saal, Luzern

Konzertprogramm

  • Streichquartett Nr. 19 in C-Dur
    «Dissonanzenquartet» - W. A. Mozart

  • Summa – A. Pärt

  • Streichquartett No. 6 in f-Moll – F. Mendelssohn

image.png

ANGEBOT

Mit der KulturLegi-Karte bekommen Sie 50%-Vergünstigung auf alle Konzerttickets.

In ihrem zweiten Kammermusikprojekt des Jahres widmet sich die Ars Excelsis Camerata drei Streichquartetten, die – bei aller Unterschiedlichkeit – durch eine gemeinsame innere Spannung verbunden sind: Sie kreisen um die Bruchstellen zwischen Ordnung und Auflösung, zwischen Licht und Dunkel, zwischen klassischer Struktur und existenzieller Tiefe.

 

Das Konzert beginnt mit Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett Nr. 19 in C-Dur, KV 465 – das sogenannte „Dissonanzenquartett“. Es zählt zu den kühnsten Werken seiner Zeit. Besonders der legendäre Beginn, mit seinen spannungsgeladenen harmonischen Verschiebungen, war für das damalige Publikum ein Schock. Mozart öCnet hier ein Klangtor zu etwas Neuem zu inneren Landschaften, die weit über das klassische Formideal hinausreichen.

 

Arvo Pärts „Summa“, ursprünglich als Vokalkomposition entstanden und später für Streicher ausgesetzt, bildet einen meditativen Ruhepol im Zentrum des Programms. Pärts radikale Reduktion, seine klare Linienführung und der spirituelle Unterton machen Summa zu einem modernen Choralsatz ohne Worte – jenseits von Zeit, jenseits von Eitelkeit.

 

Den Abschluss des Konzerts bildet Felix Mendelssohns letztes Streichquartett in f-Moll, op. 80 – ein Werk, das der Komponist nach dem Tod seiner innig geliebten Schwester Fanny schrieb. Hier bricht eine emotionale Dramatik auf, wie sie Mendelssohn in kaum einem anderen Werk formuliert hat. Es ist Musik voller Zerrissenheit, Rebellion, Trauer – und doch auch von tiefer Schönheit. Ein innerer Kampf, eingefangen in vier Sätzen kammermusikalischer Dichte.

Diese Programmkonstellation versteht sich nicht nur als Aneinanderreihung grosser Quartettliteratur, sondern als eine dramaturgischdurchdachte Erzählung in drei Stationen: von der klanglichen Aufsprengung klassischer Grenzen bei Mozart, über den zeitlosen kontemplativen Raum bei Pärt, hin zur existenziellen Erschütterung und emotionalen Aufladung bei Mendelssohn.

Ein Konzert, das in der Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart eine geistige und emotionale Reise ermöglicht.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

Daten

COMING SOON

Stay Tuned

  • 21. November 2026, 16:00 Uhr
    Casa di Riposo e Vacanze Rivabella, Magliaso

  • 22. November 2026, 17:00 Uhr
    Zunftsaal Schmiedenhof, Basel

  • 28. November 2026, 18:00 Uhr
    Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

  • 29. November 2026, 17:00 Uhr
    Minnie-Hauck-Saal, Luzern

Konzertprogramm

  • Sérénade für Flöte, Streichrio und Harfe, Op.
    30 – Albert Roussel

  • Streichtrio Nr. 4, Op . 9, Nr. 3 – L. van
    Beethoven

  • Fantasie für Flöte und Harfe – Camille Saint-
    Saens

  • Quintett für Flöte, Streichtrio und Harfe – Jean
    Cras

image.png

ANGEBOT

Mit der KulturLegi-Karte bekommen Sie 50%-Vergünstigung auf alle Konzerttickets.

Im Zentrum dieses Kammermusikprojekts steht eine feine, farbenreiche Klangbesetzung: Flöte, Harfe und Streichtrio – eine Kombination, die durch ihre Transparenz, Wärme und Eleganz fasziniert und in dieser Form nur selten in Konzertprogrammen zu erleben ist. Das Repertoire führt durch unterschiedliche Epochen und stilistische Welten, vereint jedoch in seiner durchgehend poetischen Klangsprache.

 

Albert Roussels „Sérénade op. 30“ eröffnet das Konzert mit impressionistisch durchleuchteter Eleganz. In der 1925 entstandenen Komposition begegnen sich französische Raffinesse, rhythmische Vitalität und pastorale Lyrik. Die ungewöhnliche Instrumentierung lässt Farben schillern und schaCt eine Atmosphäre von Leichtigkeit und klanglicher Raffinesse.

 

Im Kontrast dazu steht Beethovens Streichtrio Nr. 4 c-Moll op. 9 Nr. 3 – ein Meisterwerk der klassischen Kammermusikliteratur. Hier zeigt sich Beethovens frühe dramatische Ausdruckskraft, sowie strukturelle Klarheit und emotionale Tiefe. In diesem Trio gelingt es Beethoven, orchestrale Dimensionen und intime Dialoge auf engstem Raum zu vereinen.

 

Camille Saint-Saëns' „Fantaisie“ für Flöte und Harfe ist ein Inbegriff französischer Eleganz und Schönheit. Die beiden Instrumente umspielen einander in einem virtuosen, dabei stets kantablen Zwiegespräch, das an mediterrane Landschaften, barocke Anklänge und impressionistische Farben denken lässt.

 

Den Abschluss bildet das selten gespielte Quintett für Flöte, Harfe und Streichtrio des bretonischen Komponisten Jean Cras. Als Marineoffizier und Komponist verband Cras Einflüsse aus aller Welt mit französischer Harmonik und einer unverwechselbar persönlichen Handschrift. Sein Quintett ist durchzogen von exotischer Farbigkeit, rhythmischem Reichtum und stiller Innerlichkeit – ein echter Schatz der Kammermusik, der hier neu entdeckt wird. Unter dem Strich handelt es sich bei diesem Konzert um eine musikalische Reise zwischen Himmel und Erde – zwischen klassischen Formen, impressionistischen Klangmalereien und poetischen Klangbildern. Die Besetzung ermöglicht eine aussergewöhnlich klare, leuchtende Klangsprache, in der sich Intimität und Ausdruckskraft aufs Schönste verbinden.

Mit der Unterstützung von

Logo Fondazione Cultura Locarnese.jpg
bottom of page