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Das Kammermusikformat stellt sich vor

Ars Excelsis Camerata ist ein neues Kammermusikprojekt, das von Musikern des Ars Excelsis
Ensembles ins Leben gerufen wurde. Die Konzertreihen widmet sich der Aufführung anspruchsvoller Kammermusikwerke aus verschiedenen Epochen – von der Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. Ziel ist es, sowohl bekannte Meisterwerke als auch weniger gespielte Kompositionen zu präsentieren, wobei der künstlerische Austausch und das enge Zusammenspiel der Musiker im Mittelpunkt stehen. Durch regelmässige Konzerte möchte Ars Excelsis Camerata dem Publikum ein besonders nahbares und emotional tiefes Musikerlebnis bieten. Die Reihe schafft zudem eine Plattform für die Uraufführung neuer Werke und die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, was eine lebendige Brücke zwischen Tradition und Moderne bildet.
Als Teil der Ars Excelsis Philosophie, musikalische Exzellenz mit spiritueller und emotionaler Tiefe zu vereinen, strebt die Camerata danach, sich zu einem wichtigen kulturellen Beitrag in der nationalen und internationalen Kammermusikszene zu entwickeln.

Konzertreihe 2026

AM ENDE DER ZEIT

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Daten

  • ​25. Januar 2026, 17:00 Uhr
    Zunftsaal Schmiedehof, Basel

  • 31. Januar 2026, 18:00 Uhr
    Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

  • 1. Februar 2026, 17:00 Uhr
    Minnie-Hauck-Saal, Luzern

Konzertprogramm

  • Quatuor pour la fin du temps – Olivier
    Messaien

  • Streichtrio – G. Klein

  • Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll, op.67 – D.
    Schostakovitsch

  • Passacaglia und Fuge für Streichtrio –
    H. Krása

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Betroffen von den schrecklichen Zuständen des Zweiten Weltkrieges entstanden Werke in der tiefsten Unzufriedenheit. Die Stücke der folgenden Komponisten erzählen jedoch nicht von dem von ihnen widerfahrenen Leid, sondern vom Überleben des Geistes, von Glauben, Ironie, Aufbegehren und der Schönheit angesichts der Dunkelheit.

Louange à l’éternité de Jésus aus “Quatuor pour la fin du temps” von Olivier Messiaen entstand 1940/41 im deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A bei Görlitz, wohin Messiaen deportiert wurde. Dort komponierte er das Werk für die verfügbaren Musiker im Lager. Die Uraufführung fand vor 85 Jahren – am 15. Januar 1941 – vor mehreren hundert Mitgefangenen und deutschen Wächtern im Lager statt Inspirieren liess sich Messiaen von der Offenbarung des Johannes. Mit demeröffnendenSatz „Louange à l’éternité de Jésus“ (Lobpreis der Ewigkeit Jesu) stellt Messiaen dem Getriebenen der Welt ein Bild radikaler Ruhe entgegen.

Der tschechisch-jüdische Komponist Gideon Klein wurde 1941 nach Theresienstadt deportiert. Trotz der ständigen Angst vor der SS entstand hier eine Vielzahl kultureller Aktivitäten. Sein im Herbst 1944 geschriebenes Streichtrio ist sein letztes erhaltenes Werk. Es vereint tschechische Folklore, moderne Harmonik und formale Strenge. Kurz darauf wurde Klein nach Auschwitz deportiert und kam im Lager Fürstengrube ums Leben. Das Streichtrio wurde erst nach dem Krieg wiederentdeckt und gilt heute als eines der bedeutendsten Werke aus Theresienstadt.

 

Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll, op. 67 entstand 1944 während des Zweiten Weltkriegs im sowjetischen Leningrad: Er komponierte das Werk als Trauerarbeit – gewidmet dem plötzlichen Tod seines engen Freundes Iwan Sollertinski. Das Trio spiegelt die persönliche Trauer, aber auch das allgemeine Grauen des Krieges wider.

 

Der letzte Satz, ein „jüdischer Totentanz“, verarbeitet volkstümliche jüdische Musik auf als musikalischer Protest gegen die Gräueltaten der Shoah und zeigt Schostakowitsch auf dem Höhepunkt seiner Ausdruckskraft. Der tschechische Jude Hans Krása war ein angesehener Komponist der Zwischenkriegszeit. In Theresienstadt entstand 1944 seine Passacaglia und Fuge für Streichtrio, die auf eine Rückbesinnung auf klassische Werte inmitten der absoluten Gegenwart des Grauens deuten will. Im Oktober 1944 wurde Krása zusammen mit vielen anderen Musikern – u.a. Klein – aus Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Das Werk überlebte jedoch und wird heute als bewegendes Dokument einer widerständigen Geisteshaltung angesehen.

 

Der letzte Satz für Violine und Klavier des Quatuor pour la fin du temps bildet auch den Schluss dieses Konzerts. Es handelt sich dabei um eine Hymne an die Unsterblichkeit, die Messiaens tiefen Glauben widerspiegelt, dass Musik, selbst im Angesicht der Unmenschlichkeit, ein Fenster zur Transzendenz öffnet.

SPANNUNG, STILLE, STURM

20. JUNI 2026: 19:30 - 21:00

Zunftsaal Schmiedenhof, Basel

21. JUNI 2026: 17:00 - 18:30

Zunftsaal Schmiedenhof, Basel

27. JUNI 2026: 18:00 - 19:30

Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

28. JUNI 2026: 17:00 - 18:30

Minnie-Hauk-Saal, Luzern

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

21. NOVEMBER 2026: 19:30 - 21:00

Zunftsaal Schmiedenhof, Basel

22. NOVEMBER 2026: 17:00 - 18:30

Zunftsaal Schmiedenhof, Basel

28. NOVEMBER 2026: 18:00 - 19:30

Chiesa Evangelica Riformata, Ascona

29. NOVEMBER 2026: 17:00 - 18:30

Minnie-Hauk-Saal, Luzern

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